Fortuna - Klütten, Kloster, Kolonie, Gruben, Brikettfabriken, Kraftwerke 1857-1945

Fortuna - Klütten, Kloster, Kolonie, Gruben, Brikettfabriken, Kraftwerke 1857-1945

Jahrzehntelang galt Fortuna als Synonym für Braunkohlenbergbau und Stromerzeugung im rheinischen Revier. Mit diesem Namen verbindet sich heute ein wichtiger Abschnitt in der Geschichte des alten Landkreises und der Stadt Bergheim: die andauernde Umgestaltung einer reichen Kulturlandschaft durch die Ein- und Auswirkungen der industriellen Brikettherstellung und der Kraftwerke.

Wer durch die Ausweitung der Gruben und Tieftagebaue Haus und Hof aufgeben musste, bleibt in Gedanken und Gefühlen der einstigen Heimat besonders verbunden. Für ihn haben die Kolonie Fortuna, die Pfarrkirche St. Barbara und das Kloster Bethlehem mehr als nur Erinnerungswert.


(280 Seiten, reich bebildert)

Volker Schüler / Helmut Schrön

 
 
nach oben
 
 

Die Pfarrei St. Mauritius et St. Wimarus zu Frechen-Bachem

Die Prekarie der frommen Hiedildis von Bachem; Die Pfarrei St. Mauritius in der Christianität Bergheim; Pastore und Vikare; Der Kirchenbau von 1720; SS. Mauritius et Wimarus - Schutzpatrone der Pfarrei Bachem; Kirchenbaupläne 1911 - 1930; St. Mauritius-Bruderschaft 1910/11; Kirchenneubau oder Erweiterung?; Der Kirchhof Sankt Mauritius/ Bachem; Chronik der Pfarre Sankt Mauritius 1909 - 1962.


Volker Schüler
Selbstverlag, Frechen


Chronik der Pfarre Sankt Mauritius
 
 
nach oben
 
 
Die Brikettfabrik DONATUS 1890 - 1959
Die Brikettfabrik DONATUS 1890 - 1959
Geschichtliche Darstellung einer Brikettfabrik im Raum Liblar.

Aus dem Inhalt : Von Turfgräbern und Klüttenbäckern; Donatus-Briketts sind die allerbesten; Chronologische Zusammenfassung der Ereignisse von 1890 - 1942; Der Tiefbau Donatus; Die Bahnanschlüsse der Brikettfabrik Donatus.


Volker Schüler / Manfred Coenen
Selbstverlag, Frechen 2004
Broschur, 192 Seiten

 
 
nach oben
 
 

Fortuna - Garsdorf
Der erste Tieftagebau im Rheinischen Braunkohlenrevier. Vom Aufschluss bis zum Ende der Rekultivierung 1955 - 2004

Aus dem Inhalt: Die Entwicklung des Tieftagebaus; Förderung und Verkippung mit Geräten der 100.000er Generation; Der Zugbetrieb; Die Fördergeräte der 200.000er Generation;


Theo Potes / Manfred Coenen
Selbstverlag, Frechen 2004
Broschur, 144 Seiten
(Vergriffen)

Tagebau Fortuna Garsdorf 1955 - 2004
 
nach oben
 
 
100 Jahre Wachtberg
100 Jahre Wachtberg (Frechen)
Grube und Brikettfabrik 1901 - 2001

Geschichtliche Darstellung einer Brikettfabrik im Rheinland, die als erste und auch einzige Fabrik ein hundertjähriges Jubiläum feiert. Aus dem Inhalt u.a.: Goldgräberstimmung im rheinischen Braunkohlenrevier; Fried. Bayer & Co. übernehmen die Wachtberg-Fabriken; Der "Wachtberg" unter alliierter Kontrolle; 50 Jahre Brikettfabrik Wachtberg; Die Zugförderung im Abraum- und Grubenbetrieb; Die Entwicklung des Bahnbetriebes für den Bereich Anschlussbahn der Brikettfabrik Wachtberg.


V. Schüler / M. Coenen / K. Pokschewinski
Selbstverlag, Frechen 2001
Broschur, ca. 270 Seiten

 
 
nach oben
 
 

Bergheimer Kreisbahnen 1896 - 1912 Schienenwege zur Industrialisierung des Erftlandes

Aus dem Inhalt: Bahnen von untergeordneter Bedeutung; Bürgerversammlung fordert den Bahnbau; Mit der Kleinbahn von Kerpen nach Blatzheim; Die BhKb in der Krise; MLBE und BhKb werden preußische Nebenbahnen


V. Schüler / M. Coenen / K. Pokschewinski
Selbstverlag, Frechen 2001
Broschur, ca. 220 Seiten (Vergriffen)

Bergheimer Kreisbahnen Band 2
 
 
nach oben
 
 
Der zerbrochene Adler
Der zerbrochene Adler
Kopfzeilen und Fußnoten zum Geschehen im Rheinischen Braunkohlenrevier 1918 - 1926

Siegfrieden - Verständigungsfrieden - Militärische Kapitulation; 1918 Der Kreis Bergheim unter alliierten Bajonetten; 1919 "Schleichhandel" und "Klütten-Not"; 1920 Anti-"Kappisten"-Demonstrationen im Erftland; 1921 Kircheneinsturz in Esch - 5 Schulkinder getötet; 1922 November-Randale in Kerpen; 1923 Krieg im Frieden: "Notgeld" und "Sonderbündler"; 1924 Der Kampf um den 8-Stundentag im Braunkohlenrevier; 1925 Das Kreisheimathaus - ein "treudeutsches Denkmal"; 1926 "D'r decke Pitter" läutet die Rheinlandbefreiung ein.


Selbstverlag, Frechen 1998
Broschur DIN A 4, ca. 700 Seiten

 
 
nach oben
 
  Die Überbande oder Kommissar Mardersteck ermittelt

Reprint eines historischen Kriminalromans von 1904, "frei erzählt nach den Akten". Eine Bande von Eisenbahnräubern trieb 1881/82 ihr Unwesen im Raum Bergheim/Elsdorf - Neuss - Mönchengladbach. Bericht über den Mordprozess ‚Godry' in Düsseldorf. - Beitrag von Linda Godry: Räuber und Gendarm kein Kinderspiel.


Hans Blum / Linda Godry
Selbstverlag, Frechen 2002
Broschur, ca. 110 Seiten

Die Überbande oder Kommissar Mardersteck ermittelt
 
 
nach oben
 
 
Als im Kreis Bergheim die Lichter angingen
"Als im Kreis Bergheim die Lichter angingen"

Von der Petroleumlampe zur elektrischen Glühbirne Geschichtliche Zusammenfassung zum Fortschritt der Elektrifizierung im (Alt-)Kreis Bergheim.

Aus dem Inhalt: "Feenhaftes Licht" für Bedburg; Acetylengas für Bergheims Wohnstuben; Horrem-Hemmersbach setzt auf Kohlegas; Schritt in die Zukunft: Kraftwerk Fortuna.


Volker Schüler
Selbstverlag, Frechen 2000
Broschur, 116 Seiten

 
 
nach oben
 
  Der Kreis Bergheim in nationalsozialistischer Zeit. Band 1: Zwischen Kirche und Hakenkreuz 1928 - 1935

Vocco Vivos - Plango Mortes; "Ich war Parteimitglied, aber …"; "Treu deutsch und katholisch"; "Der Sturm bricht los"; "Ein dreifaches Heil auf den Reichskanzler Hitler"; "Das Pflaster dröhnte vom Widerhall …"; "Ein Bild der geschlossenen Einheit"; Das "kleine Nürnberg" in Horrem.


Verlag DER ERFT-BOTE
Bedburg, 1993
Broschur, ca. 560 Seiten

 Band 1: Zwischen Kirche und Hakenkreuz 1928 - 1935
 
 
nach oben
 
 
Band 2: Rheinlandbesetzung und Rassenhass 1936 - 1938
Der Kreis Bergheim in nationalsozialistischer Zeit. Band 2: Rheinlandbesetzung und Rassenhass 1936 - 1938

"Ja, den Mutigen gehört die Welt"; Von Jean Pieck zu Hans Bergmann; "Unvergessliche Marksteine".


Verlag DER ERFT-BOTE
Bedburg, 1995
Broschur, ca. 320 Seiten (Vergriffen)

 
 
nach oben
 
  Der Kreis Bergheim in nationalsozialistischer Zeit Band 3: Vom Hakenkreuz zum Sternenbanner 1939 - 1945

Noch Frieden? - Schon Krieg? ; "Kamerad, wir marschieren im Westen"; Der Argonautenzug nach Osten; "Kirchenglocken für die Rohstoffwirtschaft"; "Nur Überlebende und Vernichtete"; "Finis Germaniae - "Unconditional Surrender"; "Ragnarök" - Braune Götterdämmerung.



Verlag DER ERFT-BOTE
Bedburg 1996
Broschur, ca. 450 Seiten

Band 3: Vom Hakenkreuz zum Sternenbanner 1939 - 1945
 
 
 
Grube Louise zwischen Balkhausen und Brüggen

Grube Louise zwischen Balkhausen und Brüggen

Aus dem Tagebuch einer rheinischen Brikettfabrik 1906 - 1956

Vor 50 Jahren, genauer am 30. Juni 1956, wurde in der Brikettfabrik des Braunkohlenbergwerks 'Louise' die letzte Schicht verfahren. Dieses Kapitel der Geschichte der rheinischen Braunkohlenindustrie begann im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Auf Grund der Mutung wurde Carl von Conraths 1874 ein Bergwerkseigentum, gelegen in der damaligen Gemeinde Berrenrath, im Landkreis Cöln und in Türnich im Landkreis Bergheim, unter dem Namen 'Louise' verliehen. Am 9. März 1898 gründeten der Bonner Bankier Dr. jur. Franz Schröder und der Vertreter der 'Breslauer Disconto-Bank' in Berlin, Carl Cahn, die 100-teilige 'Gewerkschaft Louise' mit Sitz in Kerpen. Im Februar 1904 wurde beschlossen, sämtliche Kuxe an die Gewerkschaft 'Sibyllagrube' zu verkaufen. Mit dem Übergang der ‚Sibyllagrube' auf die 'Fortuna Aktiengesellschaft für Braunkohlenbergbau und Briketfabrikation zu Grube Giersberg-Fortuna bei Quadrath' verfügte die RAG dann auch über sämtliche Kuxe der Gewerkschaft 'Louise' und das unverritzte Feld.

Nach dem schwierigen Aufschluß des Tagebaus im Konzessionsfeld ‚Louise' und dem nicht reibungslos verlaufenden Bau der Brikettfabrik I traf der Grubenvorstand der Gewerkschaft doch bald die Entscheidung, die Produktionskapazität mit dem Bau der Fabrik II zu erhöhen. Als die eigenen Kohlenvorräte im August 1953 erschöpft waren, hätte die Brikettfabrik stillgesetzt werden müssen. Mit Blick auf die große Nachfrage, aber auch zur Sicherung der Arbeitsplätze, schloß die RAG mit der Roddergrube AG einen Kohleliefervertrag auf vier Jahre. So liefen die Pressen bis Mitte 1956. Immerhin wurden in den beiden letzten Betriebsjahren noch je 535.00 t Briketts hergestellt, die - statt auf dem Schienenweg - über die mächtige Landabsatzverladeanlage (Leistung: 1.800 t pro Tag) auf Lkw verfrachtet über die neugebaute Straße abgefahren wurden.

Manfred Coenen und Volker Schüler

dbh-Sonderheft 1/ 2006
Materialien zur Geschichte an Rhein, Erft und Rur

 
nach oben
 

Von Klütten und Kilowatt.

Aus der Geschichte der Braunkohle im Westrevier.

Zehntausende fahren täglich auf der Autobahn
A 4 zwischen Düren und Aachen am Kraftwerk Weisweiler der RWE Power AG vorbei.

Welche Bedeutung dieser Energieerzeugungs standort in den vergangenen 50 Jahren hatte und auch künftig haben wird, das werden die meisten kaum wissen.


In einem 256 Seiten starken und reich bebilderten neuen Band der dbh-Reihe steht die Braunkohlenindustrie des Westreviers im Mittelpunkt der Forschung.
Die von verschiedenen Autoren zusammen-
gestellte Chronik schließt eine Lücke in der einschlägigen Literatur über die Entwicklung der Tagebaue und Fabriken im ‚Dürwißer Land'. Sie dokumentiert zugleich ein Stück Vergangenheit: die Spuren der längst abgerissenen Kraftwerke und Brikettfabriken sind so gut wie nicht mehr auszumachen. Feststeht aber, daß der an Traditionen und Geschichten reiche Westen dem Ville-Revier im Osten in nichts nachsteht.


Selbstverlag, Frechen 2005
Broschur, 256 Seiten
Von Klütten und Kilowatt
 
nach oben
 
Von Klütten und Kilowatt

‚Schallmauer' lebt …in der Erinnerung weiter

Von den ehemals fast 40 Brikettfabriken im rheinischen Braunkohlenrevier ist wohl keine noch in so lebendiger Erinnerung wie ‚Schallmauer' in (Frechen-)Bachem. Mehr als 40 Jahre nach Abbruch der Fabrik erklären viele junge Leute voller Stolz, daß ihr Großvater oder mindestens ein Verwandter ‚op Schallmuur' über lange Jahre Schichten in der Brikettfabrik oder im Tagebau verfahren hat. Viele Lehrlinge wurden auf ‚Schallmauer' ausgebildet und waren später gesuchte Facharbeiter.

Der Name Schallmauer verknüpft sich respektvollen Erinnerungen an Dr. habil. Friedrich Schultz, der als Betriebsdirektor zwischen 1930 und 1955 für mehrere hundert Fabrik- und Grubenarbeiter eine Art Vater war. Als Leiter der Bergschule hat Dr. Schultz ganze Generationen von Ingenieuren ausgebildet.

Man erinnert sich aber auch an die schwere Kohlenstaubexplosion im Trockendienst der Fabrik ‚Schallmauer' im Mai 1954. Für Augenblicke hielten die Menschen in Bachem den Atem an, als bekannt wurde, daß drei Beschäftigte auf Schallmauer tödliche Verbrennungen erlitten hatten.

Auch der mehr oder weniger mißglückte Versuch, das Feld ‚Herbertskaul' als Anschlußtagebau aufzuschließen, ist nicht vergessen, ebenso das Ende der Eigenständigkeit und die Eingliederung in den RAG-Betrieb ‚Wachtberg'.

1963 sind die Fabrikanlagen abgetragen worden. Durch den Autobahnneubau (A 1) hat später auch die Bergschule ihren Platz verloren. Das noch erhalten gebliebene frühere Fabrik-Magazin wurde inzwischen umgewidmet. Nur für Kenner der Ortsgeschichte gibt es noch einen konkreten Hinweis auf die Fabrik: ein Straßenschild. Aber ‚Schallmauer' lebt auch so in der Erinnerung weiter.

Volker Schüler, Hermann Beißel und Manfred Coenen

 
 

Die Ceelen'schen Mühlen am ‚Frechener Bach'

Alte Frechener erinnern sich noch daran, daß an der Dürenerstraße gegenüber der Kirche St. Severin ein Mühlenteich (‚Zepchensweiher') und das ‚Ölmühlen Pfädchen' lagen. In Vergessenheit geraten ist in diesem Zusammenhang der Name ‚Ceelen'.

Neuere Forschungen belegen jetzt, daß die vor 1800 aus Holland eingewanderte Familie Ceelen über vier Generationen im Frechener Oberdorf und unterhalb der späteren Brikettfabrik ‚Sibylla' eine Getreide- bzw. eine Ölsaat-Mühle betrieben hat. Genauso lange, nämlich etwa 100 Jahre, prozessierte die Familie gegen das Braunkohlenwerk wegen Verschmutzung des ‚Frechener Baches' durch die Einleitung von Grubenwässern oder das Trockenfallen der Quellen durch die Ausweitung der Kohlenförderung im Tagebau. Streit gab es auch um die Erstattung der Kosten für die Entschlammung des Mühlenteiches. Die Ölmühle stand wahrscheinlich bereits ab 1860 still, die Mehlmühle war ab 1895 nicht mehr in Betrieb. Das Mahlwerk wurde ausgebaut und das Gebäude noch für einige Jahre als Kontor der Steinzeugfabrik ‚Rhenania' genutzt.

Die Prozeßkosten und Revisionsverfahren verschlangen das früher nicht unbeträchtliche Vermögen der Müllerfamilie. Weitgehend verarmt, zogen die Nachkommen des Wilhelm Ceelen nach Köln. Dort verliert sich ihre Spur in den 1920er Jahren.



Volker Schüler

dbh Sonderheft 2/ 2007 (Materialien zur Geschichte an Rhein, Erft und Rur)zugleich: Studien zur Geschichte an Rhein und Erft, Band 2, hsgb. vom Kreisarchiv Rhein-Erft-Kreis, Bergheim Materialien zur Geschichte an Rhein, Erft und Rur

 
nach oben